Was bewirkt Fermentation im Darm?

 

Kefir hat viele natürliche Bakterien, die die Darmflora positiv beeinflussen. Die sogenannten Probiotika fördern die guten Darmbakterien für die optimale Verdauung.

 

Das Wort «Kef» kommt aus dem griechisch/türkischen und heisst so viel wie, sich gut fühlen, glücklich sein. Tatsächlich macht Kefir auch glücklich! Den durch den Vagusnerv, der vom Darm in das Gehirn geht, werden die Botensignale geleitet und dem Hirn mitgeteilt, dass es dem Darm gut geht. Stimmt das Microklima im Darm, geht es uns auch gut.

Ursprünglich wurde der Wasserkefir als Pilz beim Feigenkaktus gefunden. Er braucht Zucker um zu überleben. Seine Struktur ist Kristallähnlich, ganz anders als der Milchkefir. Kefir besteht aus vielen verschiedenen Hefepilzen und Bakterien. Diese wiederum bringen sehr günstige Probiotika in unseren Darm und helfen zu verdauen. Es sind die gleichen Hefepilze, die auch im Bier und im Sauerteigbrot vorhanden sind.

 

Wasserkefir ist kein blosses «Zuckerwasser – Getränk»

Der Wasserkefir braucht wohl Zucker um zu überleben, aber durch die Zugabe einer Dörrfrucht, entsteht ein leicht moussierendes Getränk, dass wirklich an Limonade erinnert. Zudem entsteht durch die Fermentation ein ganz leichter Alkoholgehalt, von ca. 0,2 bis 2%. Dies ist aber kaum verspürbar.

Durch die Hefe wird der beigegebenen Zucker abgebaut und ein Hauch von Alkohol entsteht. Damit kein Schimmel entstehen kann, ist es ratsam etwas Zitronensaft oder Essig beizugeben.

Wasserkefir ist ein Anti-Stress Drink! Er beruhigt und gibt mehr Energie. In einer Studie wurde an zwei Gruppen von Frauen, ein probiotisches Getränk verabreicht. Dabei hat man die Gehirnfrequenzen gemessen vom Stressbereich. Bei jenen Frauen, die kein probiotisches Getränk bekamen, war die Stressregion sehr aktiv, bei den anderen war sie sehr ruhig.  Man kann täglich problemlos bis zu 5dl davon trinken. Jedoch nicht mehr sonst, verliert er die Wirkung.

 

Wie wirkt Wasserkefir im Körper?

Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Studien, die belegen für was Kefir gut ist. Die Fermente produzieren im Darm viele Vitamine! Vor allem den Vitamin B-Komplex. B12 sogar in einem Ausmass, dass kaum ein anderer Stoff das reichen könnte. Gerade bei fleischloser Ernährung, kann durch den Wasserkefir die B-Vitamine ersetzt werden. Aber auch Vitamin C, in sehr hohe Ausmasse.

Das absolute Highlight ist für Rheumapatienten! Er unterstützt das Immunsystem, in dem er die Th2 Killerzellen umprogrammiert und die Th1 Zellen fördert zu Anti Allergien.

  • Wirkt als Radikalfänger und hat antioxidante Eigenschaften, entzündungshemmend
  • Bei Diabetes wurde nach 5 Wochen eine Verbesserung des Gewichtes erreicht, die Glucose- und Fettsäure wurde gesenkt
  • Gibt einen Schutz vor Leberschäden, er schützt die Mitochondrien der Lebermembranen, durch Medikamenteneinfluss
  • Bei Neurodermitis kann der Wasserkefir direkt auf die Haut aufgetragen werden
  • Die B Vitamine helfen der Leber die Schwermetalle auszuleiten ( Elektrosmog fördert die Einlagerung von Schwermetallen in der Leber)

Herstellung des Wasserkefir Getränks

Das ist ganz einfach selbst zu machen. Du brauchst dazu nur Kefirpilze, Zucker und Wasser. Das Wasser sollte mineralhaltig sein, also direkt vom Hahnen nehmen, da die Pilze auch von den Mineralien leben.

In einem Glas, setzt du 30g Zucker, auf 5dl Wasser an. Tipp: übergiesse den Zucker erst mit heissem Wasser, damit er sich schön auflöst, dann gibst du den Kefir rein und füllst das Glas mit kaltem Wasser auf. Eine Dörrfurcht beigeben, am Besten Aprikosen, Feige oder Rosinen und luftdurchlässig verschliessen.

Nach 1-3 Tagen fängt es an zu sprudeln, dann abseihen, in Flaschen abfüllen und abschmecken, je nach Vorlieben. Zitronensaft, Kräuter, Essig, Kardamom, Ingwerpulver etc.

Den Kefir wieder in Zuckerwasserlösung ansetzen. Im Kühlschrank kann er bis zu 4 Wochen überleben in derselben Zuckerlösung. Aber das Gas muss raus können, also einen luftdurchlässigen Verschluss!

Er wird sich wie wild vermehren! Dann empfehle ich, die Wasserkefirkristalle in einen Fruchtsaft oder Cashew Milch reingeben und mittrinken. Übrigens, den Kefir in der Pflanzenmilch leicht pürieren und du hast ein veganes Joghurt hergestellt!

 

Vorsicht sollte bei Histamin Intoleranzen beachtet werden. Da nur schluckweise fermentiertes zu sich nehmen, am Anfang und sehen was es mit einem macht.  Aber es fördert die positiven Bakterien und mit der Zeit verträgt man auch mehr davon.

 

Unterschied zu Milchkefir

Der Milchkefir wiederum hat andere Eigenschaften. Er liefert nicht so viele Vitamine wie der Wasserkefir, ist aber ein guter Schutz vor Infektionen im Darm.

Er verhindert den Brechdurchfall, tötet die Kolibakterien, ist gut gegen Durchfall und Lungenentzündung.

Der Milchkefir entzieht durch die Fermentation den Milchprodukten die Laktose. Ein Käse der 8 Monate geruht ist, hat so zu sagen keine Laktose mehr enthalten. Im Joghurt Kefir reingeben, arbeiten lassen, er wird dadurch stichfest und laktosefrei, und für Rheumapatienten bekömmlich und gesund!